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Durchflusszyotmeter BactoSense für den Betrieb im Feld oder Online-Anwendungen in der Praxis.

Kontinuierliche Trinkwasser-Überwachung

Das System BactoSense von der Firma Sigrist-Photometer AG ist ein handliches, kostengünstiges, einfach zu betreibendes, zudem robustes, mobil einsetzbares und für die Routineanalytik geeignetes Durchflusszytometer. Es bestimmt vollautomatisch die mikrobielle Totalzellzahl (TCC) und davon abgeleitete Parameter (die Anteile großer, sog. „HNA“, resp. kleiner, sog. „LNA“ Zellen) sowohl online als auch manuell.

Die Kartusche „hält“ bis zu 1000 Messungen durch.

Die schnelle Quantifizierung von Blut- und Algenzellen mittels Durchflusszytometrie (DFZ) stammt ursprünglich aus der Medizin und marinen Mikrobiologie. Die Bestimmung der totalen Zahl mikrobieller Zellen in Trinkwasser mittels DFZ wurde vor etwa 15 Jahren entwickelt. Nach kurzem Anfärben mit einem fluoreszierenden, DNA-bindenden Farbstoff können so alle (>99 %) in Wasser anwesenden mikrobiellen Zellen (überwiegend handelt es sich um Bakterien) in weniger als 15 Minuten ausgezählt werden. Bisher war der Einsatz der DFZ bis auf wenige große Wasserwerke, wissenschaftliche Institute und Servicelabors beschränkt. Ein möglicher Grund dafür könnte sein, dass die gegenwärtig kommerziell verfügbaren Durchflusszyotmeter sowohl preislich als auch von der Robustheit her für eine Anwendung im Labor und nicht für den Betrieb im Feld oder Online-Anwendungen in der Praxis geeignet sind.

DFU als Routinemethode in der Praxis

BactoSense ist einfach zu bedienen und braucht keine speziell aus-gebildeten Mitarbeiter. So erlaubt es ein neuartiges Kartuschenkonzept, den gesamten Messzyklus (Dauer rund 30 Minuten), von der Probenahme über die Aufbereitung (Farbstoffzugabe, Mischen und Inkubation bei definierter Temperatur), die DFZ-Messung und Reinigung des gesamten Systems automatisch ablaufen zu lassen. Eine Kartusche, die alle notwendigen Reagenzien, Reinigungs- und Spülmittel enthält und gleichzeitig auch den entstehenden Abfall aufnimmt, reicht für rund 1000 Messungen. Die recycelbare Kartusche ist im Betrieb hermetisch abgeschlossen, kann aber durch den Anwender leicht ausgetauscht werden. Damit entfallen sämtliche sonst üblichen manuellen Eingriffe, und das Gerät ist jederzeit über-all, auch an abgelegenen Orten, sofort einsatzbereit.

Ein integrierter Touchscreen erlaubt die BactoSense-Bedienung im automatischen (online) oder manuellen Betriebszustand. Aus der internen Datenbank können die Messdaten abgerufen, visualisiert und bearbeitet werden. Für eine weitergehende Analyse können die Daten über USB heruntergeladen werden. Möglich ist auch das Setzen von Grenzwerten für die gemessenen Parameter mit Kopplung an eine Alarmausgabe; ein Einsatz als Frühwarnsystem ist also möglich. Der integrierte Webserver ermöglicht den externen Zugang zur Steuerung des Geräts und den erhobenen Daten über mehrere Schnittstellen und damit eine einfache Systemeinbindung.

Anwendungen in der Praxis und Entwicklungspotenzial

BactoSense erlaubt erstmals die routinemäßige, kontinuierliche Erfassung mikrobiologischer Parameter in (Trink-)Wasser. Insbesondere zeigen die bisherigen Erfahrungen, dass sich die verschiedenen Schritte der Aufbereitung gut verfolgen und optimieren lassen. Die mikrobiologische Qualität des Rohwassers, z. B. aus Karstquellen, wird mit BactoSense rund um die Uhr (und nahezu „real-time“) verfolgbar sein. Auch für die Überwachung kommunaler Verteil-netze und die Bestätigung ihrer Bio(in)stabilität wird BactoSense einsetzbar sein. Kontaminationen durch Ab- und Oberflächenwasser, wie in den vergangenen zwei Jahren in der Schweiz an einigen Orten geschehen, könnte wohl durch den Einsatz von BactoSense an der richtigen Stelle frühzeitig nachweisbar sein.

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