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Intelligente Lösungen für Anlagen mit verteilten Automatisierungsstationen ermöglichen den direkten Zugriff auf Sensorik und die Datenübertragungsebene.

Prozessleitsystem für Wasser 4.0

NIVUS führt die Automatisierung zentraler verfahrenstechnischer Prozessanlagen und die Überwachung dezentral verteilter Prozessbereiche in einem Netzleitstand zusammen.

Die Automatisierungsanforderungen in der Wasserprozessindustrie sind sehr komplex. Mit der zunehmenden Vernetzung durch breitere Anwendung von Sensorik und Messtechnik werden die Anforderungen an die Automatisierung künftig stark steigen. Eine zusätzliche Herausforderung ist die große Flächenverteilung in der Wasserindustrie. Sehr oft befinden sich Anlagenteile weit entfernt von dem Leitsystem, in welches diese integriert werden sollen. Der Ruf nach intelligenten Fernwirklösungen, die die genannten Anforderungen erfüllen, wird daher immer lauter.

Bisherige Leitsysteme begegnen dem Problem der Flächenverteilung sehr häufig mit heterogenen Systemebenen. Diese erfüllen die Herausforderungen für komplexe verfahrenstechnische Teilanlagen nicht – zumindest nicht in einem Schritt. Hier kommen einfache Remote Terminal Units (RTU) mit geringem Automatisierungsgrad für Außenstationen zum Einsatz, welche die Anbindung an die Sensortechnik und damit die Überwachung der weit verteilten verfahrenstechnischen Prozessanlagen lösen. Dadurch entsteht die Notwendigkeit, die separat projektierten Teilsysteme durch einen zweiten Projektierungsschritt im überlagerten Netzleitsystem zusammenzuführen. Mit dieser zusätzlichen Ebene gehen ein gewisser Mangel an Flexibilität sowie eine Verteuerung der gesamten Anlage einher. 

Intelligente Lösung für Anlagen mit verteilten Automatisierungsstationen

NIVUS führt die Automatisierung zentraler verfahrenstechnischer Prozessanlagen und die Überwachung dezentral verteilter Prozessbereiche in einem Netzleitstand zusammen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Es gibt eine zentrale Bedienerführung bis in die unterste Ebene. Die Überwachung und Steuerung der verteilten Stationen erfolgt zentral. Die zentrale Visualisierung von Anlagenteilen ermöglicht eine schnelle Übersicht sowie eine effiziente Überwachung und Steuerung der verteilten Systeme. Das durchgängige Engineering ermöglicht den direkten Zugriff auf Sensorik und die Datenübertragungsebene.

Damit gestaltet sich das Datenmanagement komfortabel und einfach. Für alle Anlagenteile gibt es eine durchgängige Prozessanalyse sowie ein einheitliches Berichtswesen. Unabhängig davon ist ein dezentrales Management der Sensormessdaten in den einzelnen Anlagenbereichen ebenfalls möglich. Auch bleibt die Möglichkeit für dezentrale Steuerungsfunktionen, wie sie von „Wasser 4.0“ gefordert werden, bestehen. 

Der sichere Transport von Konfigurationsdaten und Messdaten mittels Vernetzung (VPN) erfolgt dabei über drahtgebundene oder funkbasierte Kommunikationswege. Dies funktioniert auch unter schwierigen Bedingungen. Die Datenübertragungslösungen des Messtechnik- und Softwareherstellers unterstützen modernste IP-Kommunikation wie zum Beispiel GPRS, UMTS, LTE und DSL. Die Nutzung vorhandener Telekommunikationsinfrastrukturen ermöglicht dabei eine hohe Wirtschaftlichkeit.

Flexible Datenübertragungszyklen ermöglichen lange Standzeiten bei autarken Messsystemen oder hohe Messwertdichten für neuralgische Punkte im Anlagennetzwerk. Intelligente Netzwerkköpfe ermöglichen erste Datenauswertung und entsprechende Steuerung bereits auf Prozessebene. Ebenso ermöglichen diese den direkten Eingriff auf die Sensorik von der Leitebene aus, z. B. für die Parametrierung. Mit diesen Kommunikationswegen lassen sich Anlagenteile wie zum Beispiel

  • Brunnen-, Pump- und Schieberstationen in Wasserversorgungsnetzen
  • Regenüberlaufbecken und Hebewerke in Abwassernetzen
  • Kläranlagen oder Wasserwerke vernetzen.

Webbasiertes SCADA- und Prozessleitsystem

Der Messtechnik- und Softwarehersteller bietet mit NICOS ein komfortables und zentrales Datenmanagement für die Visualisierung, Alarmierung und Protokollierung von Prozessen und Ereignissen. Intelligente Reporting-Funktionen ermöglichen dabei individuelle Benachrichtigungen und Alarmierungen auf Basis von verknüpften Prozessvariablen. Das SCADA-System gestattet die einfache Eingliederung vorhandener Prozesse in ein übergeordnetes System. Mittels eigener Fernwirktechnologie können wie beschrieben auch örtlich entfernte Anlagen und Stationen einfach in NICOS integriert werden.

Die Cloud-Funktionalität erlaubt eine ortsunabhängige und redundante Datenhaltung. Anforderungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) werden berücksichtigt. Dank der Modul-Bauweise verfügt die Softwarelösung über einen großen Skalierungsspielraum und eignet sich sowohl für kleinere Prozesse als auch für große dezentrale Prozesslandschaften. Die einzelnen Softwaremodule ermöglichen den Aufbau individueller Systeme, die exakt den jeweiligen Kundenanforderungen in Bezug auf SCADA- und Fernleitsysteme angepasst werden können.

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