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Mit der Simatic RTU3030C erweitert Siemens sein Angebot an Fernwirkstationen (Remote Terminal Units/RTU) um eine kompakte Fernwirkeinheit mit autarker Energieversorgung

Überwachung von Anlagen per Mobilfunk

Mit der Simatic RTU3030C erweitert Siemens sein Angebot an Fernwirkstationen (Remote Terminal Units/RTU) um eine kompakte Fernwirkeinheit mit autarker Energieversorgung.

Mit ihr lassen sich Messstellen in weitverteilten Anlagen unabhängig von einer vorhandenen Energieversorgung und ohne eine drahtgebundene Kommunikationsinfrastruktur überwachen. Anwender haben per Mobilfunk Zugriff auf wichtige Prozessdaten wie Pegel, Durchfluss, Füllstand, Temperatur oder Druck von entfernten Messstellen. Die Fernwirkeinheit arbeitet komplett autark und versorgt sich über Batterien oder ein Solarpanel mit Strom. Dadurch ist sie flexibel in unterschiedlichen Anwendungsfeldern wie Wasser- und Abwasserwirtschaft, Landwirtschaft oder der Bestandsüberwachung einsetzbar. Anwender können das Gerät beispielsweise für das Erkennen von Lecks oder zur Überwachung von Pumpstationen, Wasserspeichern, Füllständen in Tanks und Silos oder von Bewässerungssystemen in der Landwirtschaft einsetzen.

Das robuste Design ermöglicht den Einsatz unter rauen Umgebungsbedingungen (-40 bis +70°C). Ein zusätzliches Schutzgehäuse in Schutzart IP68 sichert sogar bei Überflutungen einen zuverlässigen Betrieb. Fernwirktechnische Anlagen erstrecken sich oft über weit verteilte Gebiete.

Oft fehlt es an den Messstellen an einer Kommunikations- und Stromversorgungsinfrastruktur. Hier setzt die energieautarke Fernwirkeinheit Simatic RTU3030C an. Sie erfasst Messdaten von angeschlossenen Sensoren und überträgt diese an eine zentrale Leitstelle. Die RTU lässt sich mit bis zu zwei leistungsstarken Industrie-Batterien oder über einen Akku (mit einem Solarpanel kombinierbar) betreiben. Zudem können Anwender bei Bedarf eine 12-24 Volt Gleichstromquelle einsetzen. Die Stromversorgungsmöglichkeiten sind beliebig kombinierbar.

Die RTU3030C lässt sich im Schlaf-, Aktualisierungs-, Kommunikations- und Servicemodus betreiben. Im Schlafmodus liegt der Leistungsbedarf bei unter 2 Milliwatt (mW), was einen zuverlässigen Betrieb über mehrere Jahre ermöglicht. Die Messwertübertragung zur Zentrale erfolgt mit dem integrierten UMTS-Modem über das Mobilfunknetz – mit einer gesicherten OpenVPN-Verbindung oder verschlüsselten E-Mails. Die Kommunikation kann zeit- oder ereignisgesteuert erfolgen und lässt sich individuell für jeden Prozesswert konfigurieren. Überschreitungen von festgelegten Schwellwerten meldet die RTU3030C sofort – auch im Schlafmodus – per SMS oder E-Mail, damit das Service-Personal schnell reagieren kann.

Für Wartungseinsätze können Anwender die RTU3030C in den Servicemodus schalten und so zum Beispiel die Batterien ohne Datenverlust tauschen. Anwender können die Simatic RTU3030C bequem mithilfe eines StandardWebbrowsers konfigurieren und die Firmware aktualisieren. Zudem kann sie über das Software-Paket TeleControl Server Basic an das Leitsystem Simatic PCS 7 oder Simatic WinCC angebunden werden. Auch die direkte Anbindung an Simatic PCS 7 TeleControl oder Simatic WinCC/TeleControl ist über die Fernwirkprotokolle IEC 60870-5-104 und DNP3 möglich. Die Unterstützung unterschiedlicher Fernwirkprotokolle erlaubt so eine flexible Anbindung an beliebige SCADA-Systeme.

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