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Auf der Umweltmesse IFAT 2016 zeigt Siemens intelligente Lösungen, mit denen Unternehmen und Kommunen ihren Ressourcen- und Energieverbrauch bei der Wasser- und Abwasserbehandlung minimieren und ein Maximum an Versorgungssicherheit sicherstellen können. Bild: Siemens

Siemens forciert Digitalisierung und Energieeffizienz in der Wasserwirtschaft

Auf der IFAT 2016 zeigt Siemens intelligente Lösungen, mit denen Unternehmen und Kommunen ihren Ressourcen- und Energieverbrauch bei der Wasser- und Abwasserbehandlung minimieren und ein Maximum an Versorgungssicherheit sicherstellen können.

Unter dem Motto „Making water work. Drive energy efficiency – explore the potential of digitalization” werden Innovationen aus den Bereichen Automatisierungs- und Antriebssysteme, Industriesoftware und Services präsentiert. Die Möglichkeiten der Digitalisierung zeigt unter anderem das Forschungsprojekt „ICeWater“, bei dem der Betrieb von Pumpen durch Analyse von Verbrauchdaten optimiert und so die Energieeffizienz erhöht wird.

Als Partner unterstützt Siemens Unternehmen und Kommunen mit einem integrierten Angebot, das über den gesamten Lebenszyklus von Anlagen reicht – von der Planungs- über die Engineering- bis zur Betriebs- und Modernisierungsphase. Die Vorteile zeigt beispielsweise das nahtlose Zusammenspiel der Planungs- und Engineering-Software Comos mit dem Prozessleitsystem Simatic PCS 7. Die Integration und der dadurch erreichte Datenaustausch zwischen Comos und Simatic PCS 7 ermöglicht, basierend auf einem durchgängigen elektronischen Workflow, das Engineering über alle Projektphasen. Dies erlaubt ein ganzheitliches und effizientes Anlagenmanagement mit einer konsistenten Datenhaltung. Mit Integrated Engineering lassen sich die Herausforderungen über den gesamten Lebenszyklus einer Industrieanlage effizient meistern, da Kosten durch schnellere Prozesse gesenkt und die Profitabilität gesteigert werden.

Daneben zeigt Siemens die Vorteile und Einsatzgebiete von Software wie dem TIA Portal, dem Scada (Supervisory Control and Data Acquisition)-System Simatic WinCC und der Energiedatenmanagement-Software Simatic B.Data. Anwender wie etwa Klärwerksbetreiber können damit die Effizienz bei der Inbetriebnahme und im laufenden Betrieb von Anlagen nachhaltig steigern. Ein weiteres Highlight sind hocheffiziente Radialturboverdichter: Diese zuverlässigen Turbokompressoren sind für spezielle Belüftungsanforderungen etwa in Klärwerken angepasst. Die Regulierung mittels Nachleit- oder Vordrallregelung oder einer Kombination daraus ermöglicht höchste Energieeffizienz – selbst bei OffDesign-Betrieb.

Im Bereich Fernwirktechnik zeigt Siemens mit der Simatic RTU3030C wiederum eine kompakte Fernwirkeinheit mit autarker Energieversorgung. Mit ihr lassen sich Messstellen in weitverteilten Anlagen unabhängig von einer vorhandenen Energieversorgung und ohne eine drahtgebundene Kommunikationsinfrastruktur überwachen. Um den Betrieb der Automatisierungs- und Antriebstechnik durch präventive Instandhaltung sicherzustellen, bietet Siemens mit Siplus individuell angepasste Condition Monitoring-Systeme, die auch unter erschwerten Bedingungen zuverlässig laufen. Bei der Überwachung setzt auch Simocode pro an, das Motormanagement-System für Motoren im Niederspannungsbereich. Ausgestattet mit Safety-Funktionen können Betreiber damit beispielsweise Pumpen oder Ventile überwachen und bei Bedarf abschalten – etwa um das Überlaufen von Becken zu verhindern.

Das Potenzial von integrierten Antriebssystemen (Integrated Drive Systems) zeigen unter anderem die Umrichter Sinamics G120, die mit dem Leistungsteil PM240-2 eine sehr hohe Leistungsdichte bieten. Der Umrichter Sinamics G120P Cabinet verfügt über spezielle Funktionen für Pumpen-, Lüfter- und Kompressoranwendungen und ermöglicht so einen besonders effizienten Betrieb und einfache Handhabung. Im Zusammenspiel mit Simotics-Motoren lassen sich mit diesem integrierten Antriebssystem beispielsweise Pumpenparks effizient betreiben.

Vorgestellt wird auf der IFAT auch das umfassende Portfolio der Prozessinstrumentierung – von Druck-, Durchfluss- über Temperatur- bis hin zu Füllstandmessgeräten. Für diese Feldgeräte stellt Siemens mit den „Process Instrumentation Services - Calibration and Verification“ einen neuen Service vor: Durch Kalibrierung und Verifizierung von Feldgeräten lässt sich deren Verfügbarkeit erhöhen und so eine hohe Produktqualität sicherstellen. Und um die Sicherheit in der Wasserwirtschaft zu erhöhen, bietet Siemens Produkte sowie Services für Industrial Security, die von der Risikoanalyse bis zu kontinuierlichen Maßnahmen zum Schutz von Anlagen reichen.

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